Titel:
Die Ausstellung:
seit 2022
Die Arbeit:
Anfänglich handelte es sich um Fundstücke, besprayte historische Tapeten in Abrisshäusern, die sich von den Wänden lösten, Zeugen von Verfall, Leben, Zeitkolorit. Schichtungen von Spuren und Überlagerungen freizulegen und sie im künstlerischen Tun neu zu transformieren ist das Motiv.
Auf Din Bögen fixiert und mit Textfragmenten, Titeln, Ort- und Themenbezogen kommentiert, beginnt der Collagenprozess. Die Buchstaben auf der Schreibmaschine weisen unterschiedliche Schwärzen auf, teils leserlich, teils nahezu verschwunden oder korrigiert arrangieren sie sich auf dem Blatt, die exakte Ausrichtung vermeidend. Gerahmt an der Wand irritiert der fehlende rechte Winkel, die Sehnsucht nach einer vermeintlichen Gerade, lassen korrigierende Blicke zu und die Frage nach der stimmigen Waagerechte.
Die Sprayspuren haben sich im Lauf der Serien zu eigenständigen Hintergründen und auch vordergründigen Eingriffen entwickelt. Verletzungen im Papier sind durch Einschüsse oder Risse zu entdecken. Die sich teils überlagernden Stiche von einer Nähmaschine muten nicht nur fest sondern grafisch an. Das Garn und die Fadenreste, in schwarz aber auch Neontönen, fügen sich in die Gesamtkomposition ein.
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weitere Ausstellungen:
Der romantische Blick #1, Forum S 15, Hannover, 2023
Publikationen:
Keine Publikationen verfügbar.
Für die Liebe sterben